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Hoher Fructosekonsum fördert Fettleber

Der Begriff Fettleber wird meistens mit exzessivem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Aber nicht jeder der eine Fettleber hat, muss zwangsläufig an der Flasche hängen. Heute weiß man, dass eine falsche Ernährung die Entwicklung einer sogenannten Nicht-Alkoholischen Fettleber (NAFL) fördert. Besonders der Fruchtzucker, der zunächst mit einer „gesunden" Süße aus Obst in Verbindung gebracht wird, scheint bei der Bildung einer NAFL besonders wirksam zu sein. Studien zeigen, dass ein hoher Fruktosekonsum vor allem in Form von Softdrinks zu erhöhter Fett-Neu-Bildung in der Leber führt. Die Verfettung der Leber geht außerdem mit einem Anstieg der Blutfette einher. Zusätzlich stoppt eine hohe Aufnahme von Fruktose den Fettabbau im Körper, die Fettbildung am Bauch dagegen wird gefördert.

Die Oekotrophologen Sarah Horn und Franca Mangiameli weisen daraufhin, dass dies in 2 unterschiedlichen Studien nachgewiesen werden konnte. In einer Beobachtungsstudie wurde der Konsum von Fruktose bei Menschen mit und ohne Fettleber ermittelt. Das Ergebnis: Menschen mit Fettleber verzehrten deutlich mehr Fruchtzucker und hatten höhere Bluttfette, als diejenigen mit einer gesunden Leber.

In einer anderen Studie an gesunden Männern haben 4 Liter Softdrinks pro Tag ausgereicht, um die Leber zu verfetten, eine Insulinresistenz der Leber herbeizuführen und die Blutfette zu erhöhen.

Fazit: Ein hoher Fruchtzuckerkonsum, vor allem aus Getränken, Süßwaren und Fertigprodukten stellen einen zusätzlichen Risikofaktor für die Entwicklung der nicht-alkoholischen Fettleber dar.

Dennoch sollten sie nicht auf die von der WHO empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse verzichten. Hierbei handelt um gesunde Lebensmittel, die gesunde Menschen ohne Fructoseunverträglichkeit ohne Risiken verstoffwechseln können.

Gefährlich sind dagegen alle industriell verarbeiteten Lebensmittel, darunter auch die seit 2012 nicht mehr hergestellten Diabetikerprodukte, denen Fructose beigesetzt wurden. Oft wird der normale Haushaltszucker durch Fructose ersetzt, weil Verbraucher vor Lebensmitteln mit hohem Zuckergehalt zurückschrecken.
Besonders fructosebelastet sind alle Fruchtjoghurts, Eiscreams,Fertigsüßigkeiten und Smoothies. Ein Blick auf die Zutatenliste auf den Verpackungen gibt Aufschluß. 

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